Grüne wollen sich mit Einschränkung beim Fernverkehr nicht abfinden
Auf Unverständnis bei den GRÜNEN sind die geplanten Änderungen der Deutschen Bahn bei der Fernverkehrsanbindung Dresdens gestoßen. Sowohl die geplante Abkoppelung des Bahnhofs Neustadt vom ICE-Netz als auch die Abschaffung des Stundentaktes in der Verbindung nach Leipzig und Frankfurt/Main ist für die Stadträtin und Verkehrspolitikerin Eva Jähnigen „eine inakzeptable Maßnahme.“ „Nachdem die Verbindung von Dresden an Berlin schon in den letzten Jahren drastisch verschlechtert wurde, droht eine weitere Provinzialisierung Dresdens.“
Dieser Schritt ist auch ein Schlag ins Gesicht der ambitionierten Versuche, Dresden für Reisende, Tagungen und Touristen wieder attraktiver zu machen. Jähnigen fragt: „Will die Bahn noch mehr Kunden an den Autoverkehr verlieren?“ „Dresden aufs Abstellgleis zu schieben, ist ein Affront gegen die Bürger und die Wirtschaft der Region Dresden. Leider wird dadurch auch deutlich, dass die Landesregierung und Staatssekretär Mücke bei der versprochenen Lobbyarbeit für unsere Region versagt haben."
Von der Oberbürgermeisterin und allen Fraktionen im Rat erwartet Jähnigen, dass „sie sich entschieden gegen diese Planungen zur Wehr setzen“






Nun ist die Katze aus dem Sack: das Geld, das man zuvor mit vollen Händen für teure Neubaustraßen ausgegeben hat, reicht nicht für die Sanierung des bestehenden Straßennetzes.
Die GRÜNEN erwarten erhebliche Verkehrsprobleme durch die morgen beginnende Sperrung der Albertbrücke. „Bei diesem Reparaturkonzept sind Staus vorprogram-miert“, so Stadtrat Thomas Löser. „Die Bürger werden Opfer eines staatlich organi-sierten Verkehrschaos. Jahrelang hat man sehenden Auges die Brücke verrotten lassen, statt eine frühzeitige Sanierung in Angriff zu nehmen. Jetzt müssen kost-spielige Notreparaturen vorgenommen werden.“ Auch im Umgang mit dem Sanierungsbedarf der Albertbrücke zeigt sich die völlig verfehlte Prioritätensetzung in der Verkehrspolitik. „Offensichtlich hat man im Straßen- und Tiefbauamt vergessen, dass es außer der Waldschlösschenbrücke noch andere dringende Baustellen über die Elbe gibt. Während am Waldschlösschen-Areal Millionen Euro Steuergelder versenkt werden, wurde die Sanierung der Al-bertbrücke mit fadenscheinigen Kostenargumenten auf die lange Bank geschoben.“