Andrea Schubert: CDU Abgeordneter macht Bürgern falsche Hoffnungen

Die Initiative des CDU-Landtagsabgeordneten Christian Piwarz zugunsten von Flutschutzdämmen für die Laubegaster Viterra-Siedlung stößt bei der GRÜNEN Stadträ-tin Andrea Schubert auf Unverständnis: „Hier werden Hoffnungen geweckt, die nicht erfüllt werden können“.
„Die sächsischen Hochwasserschutzkonzepte schlagen insgesamt 1.600 Maßnah-men vor. Davon werden überdurchschnittlich viele teure Maßnahmen in der Landes-hauptstadt Dresden entlang der Elbe umgesetzt. Es ist im Rest des Freistaates nicht vermittelbar, dass eine weitere Dresdner Siedlung, die im Überschwemmungsgebiet des Altelbarms errichtet wurde, durch Baumaßnahmen geschützt werden soll. Hinzu kommt, dass das Kosten-Nutzen-Verhältnis nicht darstellbar ist, das Projekt fachlich umstritten und rechtlich nicht zulässig ist. Aufschüttungen für Flutschutzdämme im festgesetzten Überschwemmungsgebiet sind laut Sächsischem Wassergesetz verbo-ten“, so Schubert weiter. „
Hinzukommt, dass andere Stadtteile in Dresden viel früher und stärker vom Elbe-Hochwasser betroffen sind. Beispielsweise steht in Zschieren bereits ab einem Pegel von 6 Metern das Wasser in den Häusern. Für die Viterra- Siedlung wird in den Gefahrenkarten erst ab einem Pegel von 9,24 Meter eine niedrige bis mittlere Hochwas-sergefahr durch Überschwemmungen ausgewiesen“. „Dennoch kann ich natürlich nachvollziehen, dass sich die Bewohner der Viterra-Siedlung Schutz vor Überflutung wünschen. Wenn keine Hochwasserschutzanlage geplant ist, werden die Bürger in der Regel mit der Gefahr und ihren Sorgen allein gelassen. Doch ein Flutschutzdamm ist hier die falsche Variante für Hochwasser-schutz.
Stattdessen müssen die Bürger beim Land Sachsen und ihren Abgeordneten darauf drängen, Unterstützung für die Hochwasser-Eigenvorsorge zu erhalten“. Es muss endlich ein Förderprogramm eingerichtet werden, das beispielsweise die mobile Verriegelung von Gebäudeeingängen, das Fliesen oder Abdichten von Kel-lern oder den Kauf von leistungsfähigen Pumpen unterstützt. Durch solche Maßnah-men sowie die richtige Beratung kann der Schaden im Hochwasserfall stark minimiert werden. Es ist nicht möglich alle Bereiche durch bauliche Maßnahmen zu schützen. Wir müssen auch lernen, mit dem Hochwasser zu leben“, erklärt die Stadträtin ab-schließend.





