Umwelt

Kahlschlag im ganzen Stadtgebiet

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Über die ganze Stadt verteilt lassen derzeit Kettensägen Dresden und Dresdner erzittern. Ob in Pieschen an der künftigen Hochwasserschutzmauer, auf der Brache an der Bautzner Straße 39, am Königsufer oder jetzt im Ostragehege und am Kaufhaus Günther – kurz bevor der offizielle Beginn der Vegetationsperiode den Bäumen wenigstens den Hauch einer Überlebenschance einräumen könnte, wird gefällt, was nicht ausdrücklich geschützt ist.
„Der Beginn der Vegetationsperiode scheint ein Auftragshoch für Fällfirmen zu bedeuten. Es müssen noch nicht mal genehmigungsreife Pläne oder fertige Planungen wie am Königsufer vorliegen, um Bäume den Sägen zu opfern“ empört sich die umweltpolitische Sprecherin der grünen Stadtratsfraktion Elke Zimmermann. „Warum wird nicht einmal der Versuch unternommen wird, bestehendes Grün in künftige Entwicklungen zu integrieren. Ist dies zu schwer?“
In den meisten Fällen sind noch nicht einmal die Ersatzpflanzungen geklärt. „Und dass, obwohl die Gehölzschutzsatzung in Dresden noch immer gilt.“ Die grüne Fraktion ist fassungslos über die enormen Verluste an städtischem Grün und die Gleichgültigkeit der Verwaltung. „Wir haben deshalb einen Antrag eingebracht, der dafür sorgen soll, dass die Öffentlichkeit weit im Vorfeld über bestehende Fällorgien informiert wird und die Pläne diskutieren kann. Anträge unserer Fraktion zur Priorität des Erhalts von Altbäumen bei Baumaßnahmen waren ja wiederholt an einer Stadtratsmehrheit von CDU, FDP und SPD gescheitert.“, so Zimmermann abschließend
Offensichtlich haben nicht nur diese Fraktionen soviel Angst vor Grün, dass vor dem Frühling alle Bäume verschwinden müssen.
 

GRÜNE empört über Baumfällungen in Pieschen

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32 prächtige Bäume entlang der Kötzschenbrodaer Straße fallen, die ursprünglich erhalten werden sollten

Durch empörte Bürgeranrufe hat die GRÜNE Fraktion im Stadtrat davon Kenntnis nehmen müssen, dass heute Baumfällungen auf der Kötzschenbrodaer Straße in Pieschen begonnen haben. Diese Maßnahme stößt bei den GRÜNEN auf völliges Unverständnis, da diese Bäume laut Planfeststellungsbeschluss zur Hochwasserschutzanlage Pieschen erhalten werden sollten.

Stadträtin Andrea Schubert: „Hier wird nicht nur wertvoller Altbaumbestand unwiederbringlich beseitigt, sondern auch das Landschafts- und Stadtbild des Pieschener Elbufers zerstört.“ Auf Nachfrage bestätigte die Sächsischen Landestalsperrenverwaltung (LTV) das Fällen von 15 Sträuchern und Jungbäumen sowie 32 Altbäumen.

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Hochwasser-Eigenvorsorge unterstützen, statt Dämme bauen

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Andrea Schubert: CDU Abgeordneter macht Bürgern falsche Hoffnungen

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Die Initiative des CDU-Landtagsabgeordneten Christian Piwarz zugunsten von Flutschutzdämmen für die Laubegaster Viterra-Siedlung stößt bei der GRÜNEN Stadträ-tin Andrea Schubert auf Unverständnis: „Hier werden Hoffnungen geweckt, die nicht erfüllt werden können“.

„Die sächsischen Hochwasserschutzkonzepte schlagen insgesamt 1.600 Maßnah-men vor. Davon werden überdurchschnittlich viele teure Maßnahmen in der Landes-hauptstadt Dresden entlang der Elbe umgesetzt. Es ist im Rest des Freistaates nicht vermittelbar, dass eine weitere Dresdner Siedlung, die im Überschwemmungsgebiet des Altelbarms errichtet wurde, durch Baumaßnahmen geschützt werden soll. Hinzu kommt, dass das Kosten-Nutzen-Verhältnis nicht darstellbar ist, das Projekt fachlich umstritten und rechtlich nicht zulässig ist. Aufschüttungen für Flutschutzdämme im festgesetzten Überschwemmungsgebiet sind laut Sächsischem Wassergesetz verbo-ten“, so Schubert weiter. „

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