Sport

Dynamo Finanzierung – Duell geht in die Verlängerung

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von Jens Hoffsommer, Fraktionssprecher

dynamo-dresden-ballons-514Wenn Dynamo Geschäftsführer Stefan Bohne und Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann aufeinander treffen, so gleicht dies mehr einer Situation in einem schlechten Western: unversöhnlich stehen sich zwei Revolverhelden gegenüber, endlose Zahlentabellen und den Rechenschieber im Anschlag. Bereits in diesem Bild liegt das Grundübel in den Verhandlungen um einen weiteren Zuschuss für die SG Dynamo. Dynamo hat in den letzten Jahren immer wieder an die Türen der Landeshauptstadt geklopft, um in finanziell bedrohlichen Situationen die Stadt und somit den Steuerzahler um Unterstützung zu bitten. Die „Bitten“ waren in der Regel unterlegt mit vereinsinterner Misswirtschaft, Intransparenz, Dohgebärden und dem hochheiligen Versprechen, nur noch dieses eine Mal Unterstützung zu benötigen.

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Schutz des Großen Gartens ist wichtig für die Stadt Dresden

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Eva Jähnigen fordert Einbeziehung des Denkmalschutzes bei Entscheidung zum Bestand der Dynamo-Trainingsflächen im Großen Garten

dynamo_grossergartenDie GRÜNE Landtagsabgeordnete und Stadträtin Eva Jähnigen hat in einer Kleinen Anfrage an die Staatsregierung den Stand der Verhandlungen um die Fortführung des Trainingsgeländes des SG Dynamo Dresden im Großen Garten und die Position der Denkmalschutzbehörden erfragt.

Jähnigen fordert, dass die Sicht des Denkmalschutzes zu den Fußballnutzungen im Großen Garten Gehör findet. "Die SG Dynamo wünscht vom Freistaat die Weiternutzung der Flächen im Großen Garten. Ursprünglich war jedoch mit der Entscheidung zum Neubau des Fußballstadions am Großen Garten das Versprechen verbunden, dass die Auswirkung der Fußballspiele im Großen Garten minimiert werden und die Trainingsflächen in den Sportpark ins Ostragehege ziehen."

Jähnigen betont, daß die Denkmalschutzbehörden den Standort für das Fußballstadion wegen der Auswirkungen im Großen Garten abgelehnt hatten. "Uns erreichen immer wieder Bürgerbeschwerden weil der Große Garten nach Fußballspielen vermüllt wird. Der Neubau des Stadions am Großen Garten war ein Kompromiss im Sinne der SG Dynamo und der vielen Fans, die die Fortführung des Standortes wünschten. Dieser Kompromiß ging zu Lasten der Denkmalschutzinteressen. Einen Kompromiss brauchen wir jetzt auch für die Trainingsstätten - ich halte den Umzug ins Ostragehege für zumutbar."

 

Barbara Lässig muss persönliche Konsequenzen ziehen

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GRÜNE: Profisport-Missmanagement zu Lasten des Steuerzahlers muss endlich ein Ende haben.

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Der Dresdner Sport-Sozialismus geht in die nächste Runde. Der erneute Hilferuf eines Dresdner Profisportvereins an die Stadt Dresden wird von den GRÜNEN heftig kritisiert. „Erneut soll der Steuerzahler für die Misswirtschaft eines Vereins zur Kasse gebeten werden", so der sportpolitische Sprecher der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Thomas Trepte. „Besonders skandalös an dem Hilferuf für die Eislöwen ist, dass die ehemalige Präsidentin Barbara Lässig das Debakel verschuldet hat und sich jetzt in der neuen Rolle als FDP-Sport-Lobbyistin als mögli-che Retterin des Vereins aufspielt." Klar ist nach Ansicht des GRÜNEN-Sportpolitikers, dass der Verein über seine Verhältnisse gelebt hat und im Gegensatz zu den anderen sächsischen Zweitliga-Clubs mit einem unsoliden Etat die Lizenz erhalten hat. „Wenn die Steuerzahler jetzt wieder den Kopf für die Unfähigkeit eines Profi-Club-Managements hinhalten sollen, müssen die Zahlen und Hintergründe schonungslos auf den Tisch."

Es liegt auf der Hand, dass Frau Lässig die bedrohliche finanzielle Situation des Vereins vor der Kommunalwahl verschleiert hat, um ihre eigenen Wahlchancen nicht zu schmälern. „Jetzt kann Frau Lässig beweisen, wie sehr ihr die Rettung der Eislöwen und die Fans am Herzen liegen. Sie sollte aus diesem Debakel Konsequenzen ziehen und ihr Stadtratsmandat niederlegen. Die Bürgerinnen und Bürger sind es leid, dass Unfähigkeit und Vetternwirtschaft auf ihren Rücken ausgetragen werden", so Trepte abschließend.

 

Anmerkungen: Diese Presseerklärung führte zu heftigen Reaktionen durch Barbara Lässig. Sie verlangte anwaltlich eine Rücknahmer und Entschuldigung. Thomas Trepte nahm die Vorwürfe gegen die FDP Politikerin in einer persönlichen Erklärung im Sportausschuss zurück. (Dokumente siehe Anhang)

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