Nach der Verlängerung der Straßenbahnlinie 10 bis ins Ostragehege soll der Bus nur bis zum Postplatz fahren. Der Plan sorgt für Protest.
Verlängern die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) bis 2011 die Straßenbahnlinie 10 ins Ostragehege, zieht das auch Veränderungen für die teilweise parallel verlaufende Busverbindung nach sich. So ist vorgesehen, die Linie 75 künftig nur noch bis zum Postplatz fahren zu lassen. Die Magdeburger Straße verlöre ihre Haltestellen Heinz-Steyer-Stadion und Eissporthalle. Dagegen protestieren Interessenvertreter von Behinderten und Senioren.
Zuletzt hat Jürgen Dudeck (Bündnis 90/Grüne) im Altstädter Ortsbeirat darauf hingewiesen, dass Bewohner der Wohnanlage und des Pflegeheims „An der Yenidze“, aber auch deren ältere Angehörige und Besucher damit deutlich weitere Wege gehen müssten. Dudecks Antrag, künftig die Linie 94 über die Magdeburger Straße zu führen, um das Heim optimal anzubinden, lehnte der Ortsbeirat allerdings vor einigen Wochen ab. Das Gremium folgte damit den Bedenken der DVB. Deren leitender Planer Andreas Hoppe hat erklärt, die Verlängerung der Linie 10 sei nicht wirtschaftlich und damit nicht förderfähig, falls die 94 tatsächlich ein Stück parallel zur Gleistrasse auf der Friedrichstraße geführt werde. Dudeck will sich dennoch weiter für eine Lösung einsetzen, die all jenen hilft, die nicht gut zu Fuß und dabei auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen sind. „Solche Probleme werden langfristig einfach nicht bedacht“, kritisiert er.
Erklärtes Ziel der DVB ist es, bis zur Eröffnung des Deutschen Evangelischen Kirchentages im Juni 2011 eine Straßenbahn bis in die Messe zu bauen. Die zu verlängernde Linie 10 ließe sich damit laut Hoppe wirtschaftlicher betreiben. Zudem falle Busverkehr ins Messegelände weg, der in Stoßzeiten durch Stau extrem behindert werde.






