Interfraktioneller Antrag zur Erweiterung des Leutewitzer Volksparkes eingereicht

04. Dezember 2015
Johannes Lichdi

02_Lichdi_8798Anfang des Jahres erschraken die Anwohner der Ockerwitzer und Schaumberger Straße in Leutewitz nicht schlecht, als plötzlich Arbeiter den Wald zwischen ihren Häusern und dem Leutewitzer Park rodeten. Wie sich auf Nachfrage der GRÜNEN Ortsbeirätin Anne Lehmann herausstellte: rechtswidrig! Der Eigentümer ist daher verpflichtet, den Wald wieder herzustellen.

Die Stadtverwaltung plant seit 2014 eine sogenannte „Klarstellungssatzung“, mit der die Bebauung von zwei Häusern an der Schaumberger Straße ermöglicht werden soll. Der Rest des Waldes soll als planungsrechtlicher “Außenbereich“ Wald bleiben.

Das hangige Gebiet zwischen der Schaumbergerstraße und dem Volkspark steigt leicht an, ist ein sichtexponierter Bereich und hat weit mehr als andere Brachflächen eine hohe Bedeutung für den Naturschutz und Grünverbund.  Daher hat die Kooperation in Gesprächen mit der örtlichen Bürgerinitiative und den Ortsbeiräten von Rot-Grün-Rot in Cotta einen Antrag entwickelt, mit dem die mittelfristige Entwicklung des Gebiets als Teil des Leutewitzer Volksparks eingeleitet werden soll. Die Stadt soll zunächst in Verhandlungen mit dem Eigentümer versuchen, einen  öffentlichen Weg in Verlängerung der Schaumberger Straße zum Volkspark zu ermöglichen. Auch soll eine öffentliche Grünverbindung von der Gleisschleife aus geprüft werden.

Es bedarf aber noch viel Engagements der Bürgerinnen und Bürger vor Ort sowie der politischen Verantwortungsträger, bis der Traum einer Parkerweiterung Wirklichkeit werden kann. Anfang des Jahres wird sich zunächst der Ortsbeirat Cotta in öffentlicher Sitzung mit dem Antrag befassen, bevor der Ausschuss für Stadtentwicklung und Bau  des Stadtrats entscheidet.