Loschwitz

CDU, FDP und Bürgerfraktion lassen die Katze aus dem Sack und verlangen Fortführung der Betonpolitik auch in Loschwitz

E-Mail Drucken PDF

Gemeinsame Erklärung der Ortsbeiräte von BÜNDNIS 90/Die GRÜNEN, SPD und DIE LINKE im Ortsbeirat Loschwitz

In der Sitzung des Ortsbeirates Loschwitz am 26. Mai hat die CDU, unterstützt durch FDP und dem Vertreter der Bürgerfraktion unmissverständlich dargelegt, dass sie für einen dauerhaften Parkplatz im Landschaftsschutzgebiet an der Elbe plädiert, obwohl die Vertreter der Stadt zum wiederholten Male mit Fakten bewiesen, dass für eine Erweiterung der Parkplatzkapazitäten kein wirklicher Bedarf besteht. Das fügt sich nahtlos ins Bild der Kahlschlagpolitik, die ihren vorläufigen Höhepunkt im Bau der Waldschlösschenbrücke hatte und jetzt durch die Änderung der Gehölzschutzsatzung fortgeführt werden soll. Mit den Stimmen der CDU, FDP und der Bürgerfraktion und gegen die Stimmen der Ortsbeiräte von GRÜNEN, SPD und DIE LINKE wurde ein Antrag beschlossen, der eine erneute Vorlage und eine Beschlussempfehlung für den Ortsbeirat bis spätestens zum 1. September 2010 vorsieht. Offenkundig will man bis dahin über entsprechende Änderungsanträge eine Ausgliederung der so genannten "Festwiese" aus dem Landschaftsschutzgebiet erwirken, um das Elbufer dauerhaft mit einer Blechlawine überziehen zu können. Dies verstößt nicht nur gegen geltendes Naturschutzrecht, sondern ist darüber hinaus mit hohen Kosten verbunden. Dass sich hierfür eine konservative Mehrheit fand, ist um so unverständlicher, als eben diese jüngst im Stadtrat das im Haushalt eingeplante Geld für die im Ortsbeirat ursprünglich mit nur einer Gegenstimme beschlossene Erweiterung des Parkplatzes an der Fidelio-Finke-Straße gestrichen hat.

 

Parken am Loschwitzer Elbufer

E-Mail Drucken PDF

Mit Unverständnis reagieren die Ortsbeiräte von BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN im Ortsbeirat Loschwitz auf die Einlassungen des FDP-Ortsbeirats Dietmar Fischer in der Sächsischen Zeitung vom 12.04.2010 zum Parken am Loschwitzer Elbufer. Herrn Fischers Behauptungen sind zum einen in der Sache unrichtig, zum anderen verkennen sie völlig die rechtliche Situation.

1. Die Parkplatzsituation am und um den Körnerplatz ist nicht problematisch! Dies haben umfangreiche Verkehrszählungen des Straßen- und Tiefbauamtes im Sommer 2009 eindeutig ergeben. Die durchschnittliche Auslastung der vorhandenen Parkflächen an Werktagen liegt zwischen 60 und 75%, abends bis 95%, am Wochenende zwischen 70 und knapp 100%. Das vorhandene Angebot wird nur an warmen Sommerabenden mit gleichzeitig mehreren Veranstaltungen im Ortskernbereich Loschwitz voll ausgeschöpft. Mit dem Parkplatz an der Fidelio-Finke-Straße steht eine große Parkfläche in jedermann zumutbarer Entfernung zum Ortszentrum und zu den Elbufergaststätten zur Verfügung.

2. Der Festplatz befindet sich in einem Landschaftsschutzgebiet. Durch das Parken am Elbufer wird nicht nur der ganzheitliche Landschaftseindruck der Elbaue am Blauen Wunder, wie er auch von Touristen geschätzt wird, nachhaltig beeinträchtigt. Auch für Wasservögel, die sich regelmäßig am Elbufer niederlassen oder am Blauen Wunder durchziehen, bedeutet das wilde Parken eine empfindliche Störung.

3. Die Stadtverwaltung darf den Stadtratsbeschluss von 2008 bei pflichtgemäßem Handeln gar nicht umsetzen. Er verstößt gegen übergeordnetes Recht. Weder kann die Stadt den haftungsrechtlichen Forderungen des Eigentümers, der Bundeswasserstraßen-verwaltung, nachkommen noch sind die Belange des Landschaftsschutzes gewahrt.

4. Mit dem Parken an der Elbe entstehen erhebliche Gefährdungen für Fußgänger und Radfahrer. Die Zufahrt erfolgt durch eine Spielstraße(!), der höchsten Stufe einer verkehrsberuhigten Zone, zudem wird ein stark befahrener Radweg mit mangelnden Sichtmöglichkeiten gekreuzt. Aus Sicht der grünen Ortsbeiräte und zahlreicher Loschwitzer Bürger ist nicht einzusehen, dass für eine wahrheitswidrig herbei geredete Parknot der Schutz der wertvollen Elbuferlandschaft und die Verkehrssicherheit von Anwohnern und Besuchern mutwillig geopfert werden sollen.

Sie setzen sich daher weiterhin energisch für die bestehende Regelung ein.

Für die Ortsbeiräte: Dr. Wolfgang Deppe

 

Ärger um Parken im Landschaftsschutzgebiet

E-Mail Drucken PDF
Ärger gibt es in Loschwitz um die seitens der Verwaltung heruntergefahrenen Poller auf der Friedrich-Wieck-Straße. Damit wird praktisch zum Parken im Landschaftsschutzgebiet aufgefordert. Dagegen laufen die GRÜNEN Ortsbeirätinnen Cornelia Munzinger-Brandt und Claudia Klinkenbusch  Sturm. Sie kritisierren, dass diese Platz mitten im Landschaftsschutzgebiet u.a auch deshalb genutzt wird, weil man dort im Moment umsonst parken kann, während im ganzen Dorfkern Parkraumbewirtschaftung eingerichtet wurde. Für das Herunterfahren der Poller gibt es keine verwaltungsrechtliche Basis.