Grüne fordern Veto der Landeshauptstadt gegen neuen Geschäftsführer und Rücktritt des Aufsichtsrates
Das erneute Tohuwabohu bei Dynamo Dresden ist für die GRÜNEN im Dresdner Stadtrat Anlass, "Tachles zu reden,“ so der sportpolitische Sprecher der Stadtratsfraktion Thomas Trepte. „Als Stadtrat fühle ich mich durch das Agieren des Aufsichtsrates in Personalangelegenheiten arglistig getäuscht. Wir haben dem erhöhten Zuschuss für Dynamo nur zugestimmt, weil wir durch Vorstand und Geschäftsführung den Eindruck gewonnen hatten, dass endlich Ruhe und Seriosität in den Verein einkehrt. Das Taktieren des Aufsichtsrates in der Frage des 2. Geschäftsführers war schon ein echter Affront. Jetzt legt der Aufsichtsrat beim Absägen des Geschäftsführers nach. Unter den Bedingungen wäre nie eine Mehrheit im Stadtrat zur Hilfe für Dynamo zustande gekommen.“
Die Grünen werden sich definitiv einer künftigen Hilfe von Dynamo verweigern, wenn „jetzt nicht reiner Tisch gemacht wird.“, Das heißt für Trepte: „Der Aufsichtsrat muss in Gänze zurücktreten.“ Die GRÜNEN begrüßen das Signal des bisherigen Geschäftsführers Stefan Bohne auch künftig dem Verein zur Verfügung zu stehen, wenn die Bedingungen geklärt sind.
Von der Landeshauptstadt erwartet die Fraktion, dass sie von ihrem Vetorecht gegen die Neubesetzung des Geschäftsführerpostens Gebrauch macht. „Der Verein braucht endlich die versprochene Ruhe. Wie hier mit Fans und Öffentlichkeit umgegangen wird, ist ein Skandal,“ so Trepte abschließend






Nach Auffassung der GRÜNEN haben offensichtlich noch nicht alle Kräfte bei Dynamo Dresden begriffen, dass eine dauerhafte Lösung des Stadionproblems nur durch ein vertrauensvolles Zusammenwirken zwischen Stadtverwaltung, Stadtrat und Verein möglich ist.