Von der Duldung zur aktiven Unterstützung

loeserGrüne erreichen im Stadtrat weit reichende Verbesserungen für Baugemeinschaften
 
Auf Antrag der bündnisgrünen Stadtratsfraktion wurden im letzten Ausschuss für Stadtentwicklung und Bau abschließend wichtige Verbesserungen für das bürgerschaftliche Bauen in Baugemeinschaften erreicht
Der Ausschuss beschloss mit 10 Ja- und einer Gegenstimme, dass die Verwaltung beauftragt wird, innerhalb der Verwaltung "eine Koordinierungsstelle Baugemeinschaften" zu schaffen, die Bürger aktiv bei der Suche und Umsetzung ihrer Projektideen unterstützt.
 
Als Vorbild dient dabei die Stadt Hamburg, wo mit der „Agentur für Baugemeinschaften“ eine solche Koordinierungsstelle erfolgreich arbeitet.
 
Darüber hinaus soll mittels eines "Kriterienkataloges" die Grundstücksvergabe an Baugemeinschaften, so wie es vorbildlich die Hamburger "Bewerbungskriterien für die Auswahl von Baugemeinschaftsgruppen bei städtischen Grundstücken" vorgeben, erstellt werden. „Dieser Kriterienkatalog ermöglicht der Stadt, Projekte auch unter Qualitätgesichtspunkten, z:B. der Baukultur, zu vergeben. Den Baugemeinschaften sichert dieses Verfahren hohe Transparenz, so der Sprecher für Stadtentwicklung Thomas Löser. 
 
Zusätzlich erfüllt der Beschluss die schon lange seitens der Baugemeinschaften vorgebrachte Forderung einer Reservierung städtischer Grundstücke für diese Investorengruppe. In dem Beschluss heißt es: „Die Landeshauptstadt Dresden wird beauftragt, geeignete Grundstücke für Baugemeinschaften zu reservieren, der Reservierungszeitraum beträgt in der Regel bis zu zwei Jahre.“
Dieser Beschlusspunkt ist für Baugemeinschaften von großer Bedeutung, da er besondere zeitliche Prämissen in der Projektentwicklung von Baugemeinschaften berücksichtigt.  In der Vergangenheit sind bei offenen Verkäufen von Grundstücken in Dresden Baugemeinschaften meistens benachteiligt worden. Thomas Löser: „Es ist das ewig gleiche Spiel: Stadt schreibt aus, Großinvestor kommt und schlägt zu, Baugemeinschaft geht leer aus!“
 
Löser abschließend: „Wir freuen uns, dass wir mit diesen Beschlüssen wichtige Verbesserungen für das Bauen in Baugemeinschaften erreichen konnten. Die Stadt geht damit den Weg von einer Duldung der Baugemeinschaften zu einer aktiven Unterstützung dieser für die Stadt so wichtigen Investorengruppe.“ 
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