Grüne kritisieren Beschluss von CDU, FDP und Bürgerfraktion zum Nachteil der Stadt!

03 Torsten Schulze 6

Torsten Schulze: "Sind CDU, FDP und Bürgerfraktion käuflich?"
Seit 20 Jahren gehören sie zum Stadtbild: die Werbetafeln und -säulen der Firmen STRÖER City-Marketing GmbH und JCDecaux International. In anderen Städten wurden jedoch mit der Neuausschreibung von Werbeverträgen außerordentlich gute Erlöse erzielt.
Dazu Torsten Schulze, wirtschaftspolitischer Sprecher der grünen Stadtratsfraktion: "Der Stadtratsbeschluss zur Vertragsverlängerung um weitere 10 Jahre ist eindeutig zum Nachteil der Stadt. CDU, FDP und Bürgerbündnis/Freie Bürger müssen sich fragen lassen, was die wahren Gründe für ihre Entscheidung sind."
Der gesamte Werbemarkt ist in der Vergangenheit überproportional gewachsen, Standplätze für Werbeträger sind heiß umkämpft. Eine Beteiligung an dieser Entwicklung hätte der Stadtkasse gut getan. Mit der fristgerechten Kündigung der Verträge und einer Neuausschreibung wären für die Stadt deutlich höhere Einnahmen garantiert.
Schulze weiter: „Ein erweitertes und verbessertes Angebote durch die Werbeunternehmen entgeht uns, z. B. mehr öffentliche Toiletten in der Innenstadt statt der jetzigen mageren 17. Alles bleibt beim Alten, auch neue multimediale Informations- und Werbeangebote, wie sie derzeit in anderen Städten durch die Telekom angeboten werden, wird es nicht geben. Und: Die Verlängerung ist leider auch das Aus für ein qualifiziertes öffentliches Fahrradverleihsystem.“
2010 hatte die Stadt mit einem innovativen Fahrradverleih-Konzept in einem Bundeswettbewerb den Zuschlag erhalten. Diese Gelder gab die Verwaltung 2011 jedoch zurück, weil sie sich nicht imstande sah, das Konzept zu betreuen. Vielmehr sollten Ströer oder JDecaux das Fahrradverleihsystem organisieren. Dies ist jetzt illusorisch geworden, weil die Stadt keinerlei Verhandlungsspielraum hat.
Schulze abschließend: " Haben sich CDU, FDP und Bürgerfraktion mit Zusagen kaufen lassen? Diese durch Eigeninteressen bestimmte Entscheidung ist in jeder Hinsicht verlustreich.“

Hintergrund
Im Juni 1991 wurden ohne Ausschreibung mit den beiden Firmen Verträge geschlossen, auf stadteigenen Flächen so genannte Stadtmöbel mit Werbeträgern aufzustellen. Dazu gehören u. a. hinterleuchtete Säulen, Mega-Light-Wechsler, Haltestellenunterstände und Säulen mit öffentlichen Toiletten. Ca. 1 Millionen Euro erhält die Stadt dadurch als jährliche Einnahme. Vereinbart wurde eine Vertragslaufzeit von 20 Jahren, welche am 31.12. 2012 enden sollte. Die Gestaltung der Verträge, die u. a. ein Verbot des Werbens auf stadteigenen Flächen durch andere Unternehmen sowie die Festschreibung der Pacht für die Nutzung der Flächen beinhaltet, ist einseitig durch die Interessen der beiden Firmen geprägt. Noch im Februar 2011 herrschte im Finanzausschuss Einigkeit über die Kündigung der Uraltverträge und eine Neuausschreibung. Durch einen Antrag der Fraktion Bürgerbündnis/Freie Bürger wurde diese Einigkeit aufgehoben und eine Verlängerung der Verträge bis 2022 durch eine Mehrheit aus CDU, FDP und Bürgerbündnis/Freie Bürger, die sich bei anderen Themen immer für mehr Wettbewerb aussprechen, beschlossen.

GRÜNE verlangen für Kulturpalast eine ehrliche Perspektive und keine weitere Traumtänzerei!

loeser

Zu den heute von Kulturbürgermeister Lunau getätigten Aussagen bezüglich der Zukunft des Kulturpalastes nimmt die GRÜNE Fraktion wie folgt Stellung:

Es ist löblich, dass sich BM Lunau nun endlich offensiv für beide Kulturprojekte in Dresden – die schon längst überfällige Sanierung des Kulturpalastes und den Bau des innovativen Kulturkraftwerkes Mitte – engagiert. "Jahrelang wurde durch die von CDU und FDP geführte Verwaltung viel Geld in den eindeutig überdimensionierten Ausbau von autogerechten Straßenbaumaßnahmen gegeben, während man die Entwicklung im Schul- und Kitabereich sowie im Kultur- und Sportbereich bewusst vernachlässigt hat", erklärt Stadtrat Thomas Löser.

Gleichwohl muss man aber das von BM Lunau nun vorgeschlagene Krisenszenario für den Kulturpalast in Frage stellen. "Wer soll einer Stadtverwaltung noch Glauben schenken, die seit 15 Jahren für den Kulturpalast Projekt um Projekt vorschlägt, 6 Mio in Planungskosten versenkt, um den von einer externen Firma erstellten Fördermittelantrag, der noch einmal 100.000 Euro aus dem Stadtsäckel gekostet hat, nicht einmal bei der EU einzureichen."

Thomas Löser erklärt in diesem Zusammenhang: "Unser Vertrauen in die Verwaltung ist nach diesen aberwitzigen Finanzierungsvorgängen leider insgesamt auf Null gesunken. Jetzt gilt es, sehr schnell belastbare Aussagen zum Budget und zu den möglichen Varianten einer Sanierung zu geben. Den Aussagen des Hochbauamtes und denen des Herrn BM Lunau, was Sanierungsvarianten kosten, können wir nicht mehr unbenommen glauben."

Die Diskussion um die Zukunft des Kulturpalastes muss aus Sicht der GRÜNEN unbedingt mittels externer Gutachter erfolgen.

Thomas Löser abschließend: "So wie Herr Lunau heute "zutiefst" von einer gesicherten Finanzierung ausgeht, so "zutiefst" unglaubwürdig hat uns Herr BM Vorjohann hinsichtlich der Sanierung des Kulturpalastes getäuscht. Was jetzt nur noch hilft, ist eine transparente Diskussion, damit der Kulturpalast und seine Nutzer schnellstmöglich eine Perspektive bekommen."

Deswegen haben die GRÜNEN gemeinsam mit der Fraktion Bürgerbündnis/Freie Bürger einen entsprechenden Antrag eingebracht, der im März auf der Tagesordnung des Stadtrates stehen wird.


GRÜNE Stadtratsfraktion fordert Aufklärung der Verantwortlichkeit im Eigenbetrieb Sportstätten und Bäder

08 TOM TREPTE 5194
Mit Bestürzung hat die Stadtratsfraktion die Meldung von den massiven Bauwerksschäden an der Dresdner Eishalle aufgenommen. Für die ersten Sicherungsarbeiten gilt der Dank den Mitarbeitern des Eigenbetriebes Sportstätten und Bäder als Betreiber der Halle. 
Nun gilt es, schnellstmöglich die Ursachen zu finden, wie es zu solchen Baumängeln kommen konnte. Der sportpolitische Sprecher der Fraktion, Thomas Trepte, merkt dazu an: „Insbesondere ist die Frage der Verantwortlichkeit im Eigenbetrieb und der Kontrolle der Gewährleistung zu klären. Offensichtlich gab es vor Ablauf der Gewährleistungsfrist keine nochmalige Endabnahme des Daches.“ 
Aktuelle Seite: Home Pressemitteilungen