Zu den heute von Kulturbürgermeister Lunau getätigten Aussagen bezüglich der Zukunft des Kulturpalastes nimmt die GRÜNE Fraktion wie folgt Stellung:
Es ist löblich, dass sich BM Lunau nun endlich offensiv für beide Kulturprojekte in Dresden – die schon längst überfällige Sanierung des Kulturpalastes und den Bau des innovativen Kulturkraftwerkes Mitte – engagiert. "Jahrelang wurde durch die von CDU und FDP geführte Verwaltung viel Geld in den eindeutig überdimensionierten Ausbau von autogerechten Straßenbaumaßnahmen gegeben, während man die Entwicklung im Schul- und Kitabereich sowie im Kultur- und Sportbereich bewusst vernachlässigt hat", erklärt Stadtrat Thomas Löser.
Gleichwohl muss man aber das von BM Lunau nun vorgeschlagene Krisenszenario für den Kulturpalast in Frage stellen. "Wer soll einer Stadtverwaltung noch Glauben schenken, die seit 15 Jahren für den Kulturpalast Projekt um Projekt vorschlägt, 6 Mio in Planungskosten versenkt, um den von einer externen Firma erstellten Fördermittelantrag, der noch einmal 100.000 Euro aus dem Stadtsäckel gekostet hat, nicht einmal bei der EU einzureichen."
Thomas Löser erklärt in diesem Zusammenhang: "Unser Vertrauen in die Verwaltung ist nach diesen aberwitzigen Finanzierungsvorgängen leider insgesamt auf Null gesunken. Jetzt gilt es, sehr schnell belastbare Aussagen zum Budget und zu den möglichen Varianten einer Sanierung zu geben. Den Aussagen des Hochbauamtes und denen des Herrn BM Lunau, was Sanierungsvarianten kosten, können wir nicht mehr unbenommen glauben."
Die Diskussion um die Zukunft des Kulturpalastes muss aus Sicht der GRÜNEN unbedingt mittels externer Gutachter erfolgen.
Thomas Löser abschließend: "So wie Herr Lunau heute "zutiefst" von einer gesicherten Finanzierung ausgeht, so "zutiefst" unglaubwürdig hat uns Herr BM Vorjohann hinsichtlich der Sanierung des Kulturpalastes getäuscht. Was jetzt nur noch hilft, ist eine transparente Diskussion, damit der Kulturpalast und seine Nutzer schnellstmöglich eine Perspektive bekommen."
Deswegen haben die GRÜNEN gemeinsam mit der Fraktion Bürgerbündnis/Freie Bürger einen entsprechenden Antrag eingebracht, der im März auf der Tagesordnung des Stadtrates stehen wird.