Umwelt und Energie
Grüne Fraktion fordert Nachpflanzungen von Straßenbäumen
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- Erstellt am Mittwoch, 25. April 2012 15:51
Vorhandene Baumscheiben dürfen nicht länger aufgegeben werden
In Dresden ist es traurige Gewohnheit geworden, leere Baumscheiben, v.a. bei Straßenbäumen, nicht nachzupflanzen. Aufgrund außergewöhnlich intensiver „Baumpflege“- und Fällmaßnahmen seitens des Amtes für Stadtgrün und Abfallwirtschaft, oft in gutem Einvernehmen mit dem Straßen- und Tiefbauamt sowie dem Regiebetrieb Zentrale Dienste ist es gelungen, einstmals stolze Alleen in Dresden in den letzten Jahren überwiegend in fragmentarische Form zu verwandeln (Bautzner Straße, Tharandter Straße, Leipziger Straße, Königsbrücker Straße usw.usf.)
Als Gründe für das Nichtnachpflanzen nennt das zuständige Stadtgrün- und Abfallamt in aller Regel Kosten, gern aber auch Straßenausbauplanungen – ob realistisch oder nicht, spielt keine Rolle.
Vor dem Hintergrund, dass es heute viel schwerer als früher ist, überhaupt Baumstandorte zu finden, weil Leitungen aller Art, Einfahrten, Zufahrten, verkehrsrechtliche Anordnungen, Masten und anderes dem im Wege stehen, sollte es vordringlichstes Anliegen des Amtes sein, die vorhandenen Baumstandorte auch nach Fällungen zu erhalten statt diese mit Schotter und Asphalt zu verfüllen.
Auf Kriegsfuss stand die Verwaltung bisher mit bürgerschaftlichem Baumscheiben-Engagement. So wurden in aller Regel durch Bürgerfleiß dort gepflanzte Bäume und Blumen radikal beseitigt, ohne je Kontakt mit den Anwohnern aufzunehmen. Seit allerneuestem gibt es jedoch erste Ansätze der Verwaltung, die andernorts schon länger üblichen erfolgreichen Patenschaften für Baumscheiben auch in Dresden zu praktizieren. Das freut uns ungemein und weil wir die Verwaltung auf diesem Weg bestärken wollen, haben wir am Vortag des „Tag des Baumes“ am 25. April auf der besonders zersägten Bautzner Straße ein prachtvolles Exemplar eines Götterbaumes gepflanzt (zwischen Stolpener und Nordstraße), eine Art, die aufgrund ihrer Anspruchslosigkeit und Wuchsfreude auf der amtlichen Straßenbaumliste empfohlen wird.
„Der Götterbaum wird bis 25 m hoch und besitzt eine höher angesetzte, breit eiförmige Krone, er hat stark gebogene Zweige und Triebe mit großen Blattnarben nach dem Abfall der Blätter. Natürlich wächst er in China in den Provinzen Ganzu, Sichuan, Shenxi, Hupeh und Shandong. Er ist ein raschwüchsiges Gehölz mit großem Lichtbedarf. Mit 5 Jahren erreicht er eine Höhe von 4 m, ist aber verhältnismäßig kurzlebig, er wird 80 bis 100 Jahre alt. Seine Bodenansprüche sind bescheiden. Er besetzt trockene, steinige Böden, Sandboden und verträgt auch Salzboden. Sein Wurzelsystem ist oberflächlich, aber nicht einmal starker Wind vermag ihn zu entwurzeln. Nach Europa wurde der Götterbaum 1751 eingeführt. Heute wird er in den west- und mitteleuropäischen Städten, in Großbritannien und in Amerika viel gepflanzt. In Mitteleuropa gedeiht er nur in warmen, geschützten Gebieten, denn er wird durch Fröste unter -22° stark beschädigt. Er verträgt rauchige Luft gut und bewährt sich daher in Alleen und Parks von Industriestädten. Seine großen Blätter und die Büschel der rötlichen Früchte sind im Herbst sehr zierend. Der Baum verjüngt sich leicht auf natürliche Weise, seine Samen keimen auf unfruchtbaren Böden, besonders auf Ödflächen, Steinhalden und Müllplätzen. In China wurden früher auf seinen Blättern die Raupen des Seidenspinners
(Philosamia cynthia) gezüchtet."
Bäume. Artia-Verlag Prag 1986, S. 134
Wir erhoffen uns dadurch verstärkte Anstrengungen seitens der Verwaltung, endlich die Alleen komplett nachzupflanzen. Da sollte in Zeiten des Klimawandels eine Selbstverständlichkeit einer Großstadt sein. Wir unterstützen dabei gerne auch weiter. Dresden muss grüner werden!
Hochwasserschutz Meußlitz/Kleinzschachwitz: Betroffene nicht allein lassen
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- Erstellt am Mittwoch, 21. März 2012 15:57
Grüne bringen Antrag zur Unterstützung von Eigenvorsorge in den Stadtrat ein
Die gestrige Information der Stadtverwaltung, dass ein Hochwasserschutz in Meußlitz/ Kleinzschachwitz zu aufwendig und teuer für eine Realisierung ist, kommt für die grüne Stadtratsfraktion nicht überraschend:
„Meußlitz und Kleinzschachwitz sind sehr sensible Bereiche im Dresdner Stadt- und Landschaftsraum, hier eine für alle verträgliche Lösung für den Hochwasserschutz zu finden, ist schwierig und teuer“, so die grüne Stadträtin und Mitglied im Umweltausschuss, Andrea Schubert.
„Wichtig ist, die betroffenen Bürgerinnen und Bürger nicht allein zu lassen, sondern bei der Hochwasser-Eigenvorsorge umfassend zu unterstützen“, fordert Schubert.
Die grüne Stadtratsfraktion hat deshalb einen Antrag in den Stadtrat eingebracht, der die Fortschreibung des Planes Hochwasservorsorge hinsichtlich der Eigenvorsorge vorsieht. Außerdem fordern die Grünen die Einrichtung eines Hochwasserschutzfonds mit mindestens 100.000 Euro jährlich.
„Es wird immer Stadtteile in Dresden geben, die nicht gegen ein Jahrhunderthochwasser geschützt werden können. Hier muss die Stadtverwaltung nun offensiv mit den Betroffenen über alternative Lösungen sprechen. Gleichzeitig ist auch die Oberbürgermeisterin gefordert, sich auf Landesebene um eine bessere Unterstützung der Eigenvorsorge einzusetzen. Einen Fonds zur Hochwassereigenvorsorge hat der Freistaat Sachsen bislang abgelehnt“, so Schubert abschließend.
Hintergrund:
Unterstützung zur Eigenvorsorge heißt:
1. Information der Bürgerinnen und Bürger im Hochwasserfall:
Genaue Information über die aktuelle Hochwasserentwicklung, die Planungen des Katastrophenschutzes und der Feuerwehr, z.B. wann evakuiert wird.
2. Information im Vorfeld zu Möglichkeiten der Bauvorsorge zum Schutz von Wohnung oder Haus, zur Verhaltensvorsorge im Hochwasserfall und der Risikovorsorge wie Versicherungen etc.
3. Förderung des Aufbaus von freiwilligen Hochwasserwehren.
Wildes Dresden
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- Erstellt am Freitag, 16. März 2012 12:56
Grüne Umweltpolitiker laden zur öffentlichen Filmvorführung und Diskussion über Artenvielfalt und Artenschutz im Stadtgebiet von Dresden ein.
"Lachs in der Elbe und Hase im Kohl" ist der Titel einer 45minütigen Dokumentation von Hiltrud Jäschke und Monika Seiffert im Auftrag des MDR. Das Team begab sich 2010 auf Naturerkundung durch und im Stadtgebiet von Dresden. Der Film zeigt in beeindruckenden Bildern heimische und auch inzwischen wieder heimisch gewordene Tiere und Pflanzen. Dabei werden auch ihre Bedrohung, die Ursachen hierfür, die Konkurrenzsituation zwischen Natur und Kultur thematisiert. Der Film präsentiert aber auch Anpassungsstrategien der Tier- und Pflanzenwelt, und Lösungsansätze zur Rettung bedrohter Arten.
In der anschließenden Diskussion werden die Umweltpolitiker der grünen Landtags- und Stadtratsfraktion Johannes Lichdi und Elke Zimmermann mit der MDR-Redakteurin Monika Seiffert und dem Dresdner Naturschützer Sebastian Schmidt u.a. folgende Fragen erörtern:
Welche Rahmenbedingungen erfordert der Schutz bestimmter bedrohter Arten?
Wie entwickeln sich diese Rahmenbedingungen derzeit und wie kann man sie beeinflussen?
Welche Akzeptanz erfährt der Schutz natürlicher Sukzession, erfahren Maßnahmen des Artenschutzes im Stadtgebiet?
Welche Maßnahmen sind sinnvoll, realistisch und gegenüber der Stadtgesellschaft durchsetzbar?
Wie kann man Belange des Arten- und Naturschutzes gegenüber den Erholungs- und Erlebnisbedürfnissen der Stadtgesellschaft stärken?
Die Veranstaltung beginnt am 20. März 2012 um 20 Uhr in der Grünen Ecke. Alle Interessenten sind herzlich eingeladen.
Grüne begrüßen Zurückstellung des Grillplatz-Antrages durch die SPD-Ortsbeiräte Plauen
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- Erstellt am Freitag, 09. März 2012 15:56
Die Befriedigung rein menschlicher Vergnügungsbedürfnisse muss nicht immer und überall oberste Priorität haben
Die Dresdner Grünen begrüßen die Entscheidung der SPD-Ortsbeiräte, den Antrag auf Errichtung eines Grillplatzes im Gebiet um den Hohen Stein zurückzustellen.
„Die Gebiete um den Hohen Stein sind für den Naturschutz hochrelevante Bereiche. Deswegen haben die beiden Naturschutzorganisationen NABU und BUND die Pflege großer Teile dieser Flächen selbst übernommen. Der NABU hat sogar die meisten Flächen erworben.“ erklärt die umweltpolitische Sprecherin der grünen Stadtratsfraktion, Elke Zimmermann.
„Uns hat daher die Forderung der SPD-Fraktion nach einem öffentlichen Grillplatz in dem Gebiet sehr verwundert. Besonders unverständlich ist, dass man im Vorfeld nicht das Gespräch mit den Naturschutzverbänden gesucht hat. Dies hätte sicherlich erhellend sein können.“
„Natur- und Landschaftsschutz haben bei der Abwägung zwischen den verschiedenen Interessen einen schweren Stand. Immer wieder wird einseitig zu kurzfristigen Gunsten des Menschen entschieden. Dabei übersieht man, dass dieses Gegeneinander langfristig auch zu Lasten der Bevölkerung geht. Wenn es nur darum geht, Vergnügungsbedürfnisse zu bedienen, muss gefragt werden, ob der Eingriff erforderlich ist. Wir Grüne setzen da ganz klar andere Prioritäten.“
Zimmermann weiter: „Die Natur hält in dem Gebiet genügend Angebote vor. Der derzeit mögliche Spaziergang, das Picknick, Sport und Spiel sind umweltfreundlich, wenn man sich an Grundregeln hält. Die hinterlassenen Spuren der wenigen Unverständigen können bisher mit einem überschaubaren Aufwand beseitigt werden. An dieser Stelle sei auch den NABU- und BUND-Mitgliedern für ihren unermüdliche Einsatz gedankt. Wie Heinzel-männchen sammeln sie immer wieder Flaschen und Müll auf und werden nicht müde, die Besucher über die besondere Bedeutung des Gebietes um den Hohen Stein aufzuklären.“
Die Auswirkungen der bisher illegalen Grillabende u.a. an den Aussichtspunkten allerdings zeigen die Unverträglichkeit einer solchen Nutzung: umfänglichere Müllrückstände, Feuerschäden sowie Gehölzbeschädigungen, weil das Feuerholz aus dem örtlichen Bewuchs gebrochen wird. Von der längerwährenden Lärmbelästigung ganz abgesehen.
Zimmermann abschließend: „Neben der Stadtlandschaft muss nicht auch noch die Naturlandschaft permanent mit Events überzogen werden! Und Müll sollte man wieder mit nach Hause nehmen“
Mit Vollgas in die Umweltzone
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- Erstellt am Mittwoch, 25. Januar 2012 13:49
GRÜNE: Luftreinhalteplan wird weder ernst genommen noch richtig umgesetzt
Klima und Umwelt