Grüne zum 13. Februar – Stadt ist auf dem richtigen Weg

15. Februar 2017
Thomas Löser

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Die Grüne Fraktion schätzt das Gedenken um den diesjährigen 13. Februar in Dresden positiv ein. Sowohl der Umstand, dass es in Dresden am 13. Februar keine großen Neonazidemonstrationen als auch das es bei den offiziellen Veranstaltungen der Stadt keine unwürdigen Pöbeleien und Beleidigungen gegeben hat, sind ein Erfolg. Auch in den überregionalen Medien wurde das Bild eines friedlichen und durch die Stadt und Stadtgesellschaft angemessen gestalteten Gedenkens widergespiegelt. Auch dass sich mit Dirk Hilbert das erste Mal in Dresden ein OB aktiv an einer Demo gegen Neonazis beteiligte, ist bemerkenswert.

Thomas Löser erklärt dazu: „Die Stadt und die Zivilgesellschaft in Dresden haben es dieses Jahr trotz einer durch Rechtspopulisten aufgeheizten Stimmung vermocht, des 13. Februars würdig zu gedenken und ein beeindruckendes Zeichen gegen Krieg und Hass weltweit zu setzen.

Durch die beiden Kunstinstallationen „Monument“ und „Lampedusa 361“ auf dem Neumarkt und dem Theaterplatz ist es der Stadt und den Künstlern gelungen, die Diskussion über die Dimension von Gewalt, Leiden in unserer heutigen Zeit mit dem Gedenken an das Leid der Menschen in Dresden vor 72 Jahren zu verknüpfen. Ich persönlich habe rund um die Kunstwerke viele anregende und berührende Gespräche zwischen Dresdnern und Gästen unsere Stadt erlebt.

Die Menschenkette ist mit ihrer inhaltlichen Weiterentwicklung zu einem Symbol für Demokratie und Menschlichkeit geworden und hat einen gesellschaftlichen Zusammenhalt in unserer Stadt geschaffen.

Der Oberbürgermeister Dirk Hilbert beteiligte sich zum Ersten Mal aktiv an einer Demonstration gegen Neonazis. Damit würdigt er die langjährigen Bemühungen des Bündnisses „Dresden Nazifrei“, die es in den vergangenen Jahren mit rein zivilgesellschaftlichem Engagement geschafft hatten, Neonaziaufmärsche in Dresden am 13. Februar wirkungsvoll zu blockieren und damit den braunen Marschierern den Boden in Dresden unter den Füßen wegzuziehen.

Dies ist ein ermutigendes Zeichen, dass es nun ein wirklich breites Bündnis der Stadtgesellschaft in Dresden geben kann, welches über den 13. Februar in unsere Stadt hineinstrahlt. Wir danken den unzähligen Beteiligten in Stadtverwaltung und Stadtgesellschaft in Dresden, die das Gedenken zum 13. Februar mit ihrem Engagement ermöglichten.

Die AFD hat sich mit ihrer separaten Kundgebung auf dem Altmarkt ein weiteres Mal ausgeschlossen. Worte wie “sogenannte Kunst” und “Schande” im Zusammenhang mit den Kunstaktionen in Dresden sind unangemessen und verdienen es ein weiteres Mal zurückgewiesen zu werden.”