GRÜNE: Auswirkungen der Spitzensportreform des DOSB für Dresden und Sachsen minimieren

16. Februar 2017
Torsten Schulze

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Anfrage zur Bundesförderung und neue Sportarten für die Olympiade 2020

Der DOSB und das Bundesinnenministerium stellten Ende September 2016 ein Eckpunktepapier zur Neustrukturierung des Leistungssports und der Sportstättenförderung vor. Unter anderem beinhaltet der Reformvorschlag des DOSB die Reduzierung von Olympia- und Bundesstützpunkten sowie die Fokussierung der Förderung auf wenige Spitzensportlerinnen und -sportler. Weiterhin unklar ist die konkrete finanzielle Unterstützung der vom IOC beschlossenen fünf neuen Sportarten für die Olympiade 2020.

Dazu Torsten Schulze, Sprecher für Sport der Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN: „Die in Dresden bestehenden Bundesstützpunkte im Short Track, Wasserspringen, Rudern, Leichtathletik und Volleyball werden aktuell noch mit 250.000 Euro pro Jahr aus den Bundesmitteln gefördert und bleiben zumindest für 2017 und voraussichtlich auch für 2018 bestehen. Im Moment sieht die Bundesförderung erfreulicherweise für die kommenden zwei Jahre keine wesentlichen Änderungen im Vergleich zu den vergangenen Jahren vor. Diese zwei Jahre müssen genutzt werden, um die angekündigten Einschnitte in der Spitzensportförderung für die Dresdner und sächsischen Olympia- und Bundesstützpunkte so weit wie möglich zu reduzieren“, fordert Torsten Schulze.

Bei einer Reduzierung oder Komplettwegfall der Sportstättenförderung durch den DOSB würden erhöhte Kosten auf die Kommunen und das Land zukommen. Eine weitere Frage ist, wie der Talent- und Kaderaufbau in Zukunft erfolgen soll, wenn nur noch ausgewählte Spitzensportlerinnen und -sportler durch den DOSB gefördert werden sollen. Ein abgestimmtes Handeln der kommunalen Sportförderer und des Landessportbund ist jetzt notwendig.

Darüber hinaus fördert der Bund 2017 die erstmals bei den Olympischen Spielen von Tokio 2020 vertretenen Sportarten Surfen und Skateboard, Karate und Klettern sowie Baseball/Softball mit 3 Millionen Euro. Die Unterstützung für die paralympische Bewegung des Deutschen Behindertensportverbandes steigt um 1,5 Millionen Euro auf 7,5 Millionen Euro.

„Im Vordergrund der Finanzierung steht dabei stets ein ausgewogenes Verhältnis von Breiten- und Spitzensport. Neue Talente sollen in der Bewegung des Breitensportes gesucht und in Vereinen des Spitzensportes gefördert werden. Dazu ist es notwendig die Sportvereine künftig besser zu unterstützen. Landes- und Stadtsportbünde sind nun aufgefordert sich zur anstehenden Neuausrichtung der Spitzensportförderung zu positionieren“, so Torsten Schulze abschließend.

AF1471_170104_TS_Bundessportförderung und fünf neue Sportarten