Ein deutliches Zeichen gegen die Total-Kommerzialisierung der Adventszeit und für die grundgesetzlich geschützte Sonntagsruhe auch im Interesse der Beschäftigten im Einzelhandel hat der Stadtrat in seiner Sitzung am 10. Dez. gesetzt. Mit den Stimmen von GRÜNEN, LINKEN, SPD und Bürgerfraktion stimmte die Mehrheit des Rates gegen den Vorschlag der Verwaltung, dem Einzelhandel die Möglichkeit zu geben, an allen vier Adventssonntagen, die Geschäfte zu öffnen. Damit machte sich die Stadtratsmehrheit auch entsprechener Forderungen der Kirchen und Gewerkschaften zu eigen.
In der hitzig geführten Debatte am späten Donnerstag wollten CDU und FDP erreichen, dass trotz der erst kürzlich ergangenen Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes, die Dresdner Einzelhandelsunternehmen auch 2010 an allen vier Adventssonntagen geöffnet werden können. Diesem Plan folgte die Stadtratsmehrheit nicht.
Für die GRÜNEN ist diese Entscheidung auch ein klares Signal für mehr Kinderfreundlichkeit und liegt auch im erklärten Interesse kleiner nicht konzerngebundener Einzelhändler. Stadtrat Torsten Schulze: "Das Prinzip: »An Adventssonntagen gehört Mami mir und muss nicht jeden Tag arbeiten gehen« hat gegenüber einer weiteren unzumutbaren Belastung der Beschäftigten im Einzelhandel gesiegt. Auch liegt die Entscheidung im Interesse kleinerer und unabhäniger Einzelhändler, die den »Rund-Um-Die-Uhr-Öffnungswahn« nicht mitmachen können und dadurch Umsatz an die großen Handelsketten verlieren." Der Beschluss ist auch ein positives Signal für die Händler auf den Weihnachtsmärkten.
Bezeichnend findet Torsten Schulze, wie "vehement sich die Vertreter der Partei mit dem großen C im Namen, gegen die Entscheidung des Stadtrates gewehrt haben."





